Überraschungsbesuch auf der Insel

Eigentlich sah es den Winter über so aus, als ob es auch in diesem Jahr wieder nix mit einem Trainingslager auf dem wunderschönen Mallorca werden würde. Das änderte sich allerdings, als mein Teamkollege Martin im Januar spontan meinte, dass er die zweite Märzwoche Urlaub hat. Als er mir sein vorhaben, Maxi und Nico einen kleinen Überaschungsbesuch abzustatten, unterbreitete, konnte ich natürlich nicht wiederstehen. Der Flug+Hotel war schnell gebucht und
auch ein passender Radverleih sogleich gefunden.
Jetzt mussten wir es nur noch schaffen die ganze Sache geheim zu halten - garnicht so einfach - zumal die Beiden zwei Wochen vorher noch zum biken in Dresden waren und daher n ziemlich großes Risiko bestand, dass sich einer verquatscht.
Der verdutzte Gesichtsausdruck der Beiden, als wir Freitag Abend plötzlich vor der Tür standen, war allerdings ein deutliches Zeichen das nix durchgesickert ist.



Gleich am ersten Tag wollte Martin unbedingt die neue Straße zum Kap Formentor testen. Mit den schicken neuen Trikot's, die noch rechtzeitig eingetroffen sind, kurbelten wir also, auf unseren Cannondale SuperSix EVO Rennmaschinen, los.
Alter Schwede, die Rahmen sind so steif, da wird wirklich jedes Watt an Kraft in Vortrieb verwandelt!
Dickes Lob an Xavi von bikesviva für die tadellosen Räder, die natürlich ein entscheidender Faktor für ein gutes Training sind.
Auch die vielen mittlerweile neu asphaltierten Straßen, neben der nach Formentor, machen Mallorca zu einem idealen Trainingsgebiet.


Auf dem Randa
Um den Randa, der ziemlich zentral im Inselinneren liegt, zu erklimmen verabredeten wir uns, am zweiten Tag, mit Martin Simon, Christian Dörfler, Maxi Maier und ihren Begleitern.
Da ich die Jungs knapp zwei Jahre nicht gesehen hatte, gab's natürlich ne Menge zu berichten und folglich flogen die Kilometer nur so dahin.
Am Anstieg konnte ich dann gemeinsam mit Martin Simon gleich mal meine Bergfahrfähigkeiten testen, mit dem Ergebnis, das es nichts schöneres gibt, als mit einigen Trainingsstunden in den Beinen, schnell Berge hinauf zu fahren. Oben angekommen konnten wir die tolle Aussicht über die ganze Insel genießen.


Im 2. Trainingsblock standen dann, an den ersten beiden Tagen, zwei längere Bergetappen an.

2. Trainingsblock




Bei der Ersten (grün), die uns über Valldemossa, Soller und Puig Major führte, hatte ich neben Maxi, die Jungs vom NRT aus dem Harz als Unterstützung dabei.
Martin und Nico verbrachten derweil nen entspannten Ruhetag.
Das Wetter, welches die ganze Woche über super war (Sonne, 13-22°C), erlaubte es uns sogar kurz-kurz über den Puig zu fahren, der mit 14km Anstieg am Stück, so in 50min zu erklimmen ist. Die folgenden Abfahrten, rasant zum Aquädukt und dann um die Serpentinen hinunter nach Caimari, gab's zur Belohnung obendrauf.



Die "Trans-Tramuntana" (cyan), die ich mit Martin abspulte, war mit 170km/3000Hm die Königsetappe. Dort sind wir alle Anstiege des Tramuntana Gebirges gefahren (Pollenca, Lluc, Puig, Col de Soller, Orient, Selva, Lluc, Pollenca).
Hier nutze ich, wie auch schon am Vortag, die Anstiege um einige Einheiten K3 zu trainieren. in Pollenca gab's am Fuße der längsten Treppe Mallorcas, die mit 365 Stufen, zum Kalvarienberg hinauf führt, einen leckeren Caffee con Leche als Belohnung für die Berge-Drücker.


Zum Abschluss war ich mir nicht sicher, ob ich mich auf das Unterfangen 200km (gelb)
einlassen sollte. Aber da wir eine relativ große Gruppe waren, entschloss ich mich dann doch mit zu fahren. Bis Palma hatten wir etwas Gegenwind und auch das Profil war etwas wellig, aber dann ging's mit ordentlich Rückenwind rasant vorwärts, obwohl die Gruppe nicht so harmonierte, wie ich mir das vorgestellt hatte.
Verdiente "Cafe con Leche"- Pause
In Porto Cristo, ein in einer kleinen Bucht gelegener, idyllischer Hafen, musste noch n kleiner Stop mit Blick auf's Meer eingelegt werden, um danach gestärkt und motiviert die letzten 50km in angriff zu nehmen.
Mittlerweile nur noch zu viert, fuhren wir über Manacor zur Küstenstraße, wo dann schon langsam die Sonne begann unter zu gehen - ein genialer Anblick und schöner Ausklang der letzten Ausfahrt. Als wir am Hotel angekommen waren, hatten wir nach 7h/20min 222km zurücklegt.



Da sind nochmal, die Rabauken. 
Danke an alle Beteiligten, für die super Woche :-) :D


Die Kettenlinie verlagert sich langsam nach rechts ;-)

Euer Steffen

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