Saisonauftakt auf dem Sachsenring

Anders als die letzten Jahre, beginnt diese Saison mal ohne Dreck und Schlamm - sondern sauber auf der Straße - oder besser gesagt auf der Rennstrecke.
Mit 3,3km ist der Sachsenring in Hohenstein-Ernsttahl zwar nicht besonders lang, aber mit den drei Anstiegen auf jeden Fall sehr anspruchsvoll, nicht zuletzt weil 15 Runden zu fahren waren.


Bei eisigen 0°C fuhr ich dann, mit Christian, Roman und Hendrick, in die "Aufwärmrunde", wobei da schon der wolkenlose Himmel andeutete, dass es bald wärmer werden würde - zum Glück.
Nachdem 09.00 Uhr der Startschuss gefallen war, wusste mein Körper anscheinend die ersten 3 Runden nicht so richtig was da gerade mit ihm passiert. Aber man quält sich halt durch und hofft/weiß das es irgendwann besser wird. So ab Runde 4 ging es dann auch schon mit den ersten Attacken los.
Da sich die Anderen nur anschauten, ich jedoch keinen Bock hatte, dass die Sache da schon gelaufen ist, entschloss mich dazu die Lücke wieder zu zu fahren, was dann auch 2 Runden später gelang. Beim nächsten Ausreißversuch wollte ich mitgehen, allerdings wurde dieser nur sehr halbherzig gefahren und somit vergeudete ich so nur sinnlos Energie. Dumm gelaufen, denn danach fuhren zwei 2er-Gruppen weg, die dann zusammenspannten und das Rennen unter sich ausmachten. Mir war in der Zwischenzeit total übel, nich zuletzt aufgrund der Laktatduschen, die ich meinem Körper vorher zugemutet hatte. Dadurch konnte ich mich in der Verfolgergruppe nicht mehr vorn halten und flog mit hinten raus als einige Fahrer reißen ließen. Die nächste Runde versuchte ich dann erstmal durchzuschnaufen um dann nochmal den Sprung nach in die erste Verfolgergruppe zu wagen. Ich mobilisierte nochmal alles und es gelang mir tatsächlich über einige kleinere Grüppchen wieder nach vorn zu kommen. Da sich mein Magen noch nicht richtig erholt hatte versuchte ich jetzt in den Abfahrten immer nach vorn zu rollen und mich am Anstieg nach hinten durchsacken zu lassen, um nicht immer voll mit hochknallen zu müssen.
In der vorletzten Runde ging es dann glücklicher Weise wieder und daher wollte ich natürlich in der finalen Runde nochmal alles rausholen.
Christian fuhr mich super in den letzten Anstieg, aber ich hatte noch das große Kettenblatt aufgelegt und dadurch explodierten mir nach der Hälfe die Oberschenkel und die Gruppe rauschte gnadenlos vorbei.
Roman erwischte das beste Finisch und wurde 4.er aus der Verfolgergruppe und gesamt 7.er.
Ich belegte Rang 17, Christian wurde 18.er.
Die Form stimmt bei mir soweit und daher freue ich mich schon auf den ersten für mich wichtigen Wettkampf in Bad Harzburg.

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