Die MAD Woche

MadMission

Eigentlich wollte ich die letzte Woche nutzen um mich auf die Mad East Callenge vorzubereiten. Am Dienstag wurde ich allerdings nach einem zufälligen Zusammentreffen, mit dem Organisator Matthias Mende, kurzerhand in die Mad-Crew aufgenommen.
Nach kurzem Briefing am Abend, fand ich mich am Mittwoch Morgen zusammen mit Philipp Hoffmann in nem Jeep, beladen mit geschätzten tausend Holzpfeilen, Absperrband, Hammer, Kettensäge und n paar anderen Sachen die man zum Ausschildern und beräumen der Strecke braucht, im erzgebirgsch'n Wald wieder.
Dort hatten wir dann bis Donnerstag Mittag ordentlich Action um die Abschnitte der Sonntagsrunde, zwischen Holzhau, Kreuztanne und Neuhermsdorf, für das Rennen vorzubereiten.
Am Donnerstag Abend war dann Startertüten packen angesagt, was mit ca. zehn anderen fleißigen Helfern auch zügig vonstatten ging.
Dann war eigentlich für Freitag geplant, als Vorbelastung, zusammen mit Phil, den ich übrigens seit dem Trainingslager auf Malle 2008 kenne, einige Streckenabschnitte mit dem Bike abzufahren. Da allerdings noch die Strecke der  Fahrradspartakiade, für den Nachwuchs, festzulegen war, hatte das natürlich Priorität und die Vorbelastung wurde auf das Sponsorenrennen am Abend verlegt.

Mad Sponsorenrennen

Das ganze ist eher als Gaudi gedacht.
Auf einem Rundkurs, der n Teil des Skihangs in Altenberg hoch führt und dann noch mit einigen Schikanen aufwartet, mussten in 22 Minuten so viele Runden wie möglich gedreht werden. Gefahren wurde in Teams als Staffel oder allein, egal ob auf E-Bike oder normalem Rad. Mitmachen konnten alle die Lust haben. Am Start standen dann 10 Teams. Philipp und ich fuhren im 2er Team auf normalen Mtb's. Nach ner Einführungsrunde ging's dann los. Mit Puls am Anschlag und ordentlich Laktat in den Beinen hieß es sich gegen die E-Bikes zu behaupten. Am Ende konnten wir uns, in einem echt harten aber trotzdem lustigen Rennen, den 2. Platz hinter einem 3er Team mit E-Bikes sichern.

Mad Samstag

Bei schönstem Wetter, über das wir uns schon die ganze Woche freuen konnten, gings dann am Samstag
pünktlich um 10 Uhr los.
Als erstes galt es mal die vom Vortagsrennen noch dicken Beine wieder zum drehen zu bringen, was dann auch nach zwei Anstiegen ganz gut geklappt hat. Die ersten Abfahrten waren noch ziemlich schlammig aber keine große Hürde. Im weiteren Renneverlauf traf ich dann wieder auf Felix Karnatz einem bekannten Gesicht vom letzten Rennen. Zusammen, teilweise in kleinen Grüppchen, legten wir dann die folgenden Streckenabschnitte über Geising, Mückentürmchen und Grüne Hölle zurück. Am letzten Anstieg der sich mit 200Hm ewig über eine Schotterstraße Richtung Cinovec hinzieht musste ich allerdings reißen lassen und wurde noch von 2 anderen Fahrern überholt. Da ich anschließend weder vor noch hinter mir Konkurrenten in Schlagdistanz sehen konnte fuhr ich mit einem guten 15. Platz in meiner Ak. über die Ziellinie. Dort gab's dann ne Dusche, lecker Nudeln und ne Massage um die Beine für Sonntag wieder fit zu bekommen.

Mad Sonntag

Wem die Sonntagsstrecke der vergangenen Jahre zu langweilig war, der ist spätestens in diesem Jahr auf
seine Kosten gekommen. Das Motto war nämlich eindeutig Asphalt weg!!! Ordentliche Wald-Wiesen-Trail-Huckel-Wurzel-Hoch-Runter-es tut weh aber macht echt Spaß-Abschnitte rein!!!
Aber der Reihe nach. Pünktlich zum Start, am Skihang von Altenberg, fing es erstmal zu nieseln an. Egal, es war noch warm und es wurde auch nicht schlimmer. Der Start war wie gehabt- PENG und alles was geht den Skihang hoch. Oben angekommen fand ich mich in ungefähr 25er Position wieder und es ging im Zickzack zurück zum Hang nochmal ca. 50m hoch und über ne, naja, im nassen Zustand nicht unbedingt fahrbare Holzbrücke auf ne ziemlich lange Rollerstrecke.
Da war dann der Windschatten bei den Meisten sehr angesagt, nur nicht bei mir, ich gab Gas um das Tempo hoch zu halten und eventuell die Gruppen zu sprängen. Als ich mit ner ungefähr 10-Köpfigen Gruppe, in einen langen leicht ansteigenden Wiesenweg fuhr, hab ich mich gleich wieder vorn eingespannt um auch vorn in die folgende steile, schmierige Abfahrt gehen zu können. Nach kurzer Attacke, die ich noch zu kontern versuchte, gelang es doch einem Fahrer sich vor mich zu schieben. Egal, unten angekommen ging's dann gleich Vollgas weiter, da die Gruppe jetzt auseinander geflogen war.  Anschließend konnten ich ne gut funktionierende Gruppe mit Günter Reitz(Firebike) und meinem "Schatten" Felix bilden. Wir fuhren dann zusammen den ziemlich welligen Streckenabschnitt nach Holzhau. Dort konnte sich dann Günter, am folgenden langen Anstieg, mit Olaf Nütsche (Focus Rapiro) der auf einmal angeprescht kam, absetzen. Oben angekommen kam dann der Anfangs angesprochene neue Abschnitt. In meinem Heimatort Clausnitz gab es anschließend nochmal moralische Unterstützung an der Verpflegungstation :-) Anschließend ne kurze Schrecksekunde in Cämmerswalde, als es mir in ner unspektakulären Kurve plötzlich das Hinterrad wegzog und ich mich am Boden wiederfand. Naja zum Glück nur n paar Kratzer an Arm und Hüfte - also weiter. Die nächste Hürde war dann die Bachdurchfahrt. Eigentlich sind es ja drei, um die erste zu erreichen muss man erst durch ein 15 m breites, Knöcheltiefes Schlammfeld (Überbleibsel der letzten Kuhherde) waten. Dann geht's durch fast knietiefes Wasser zur Zweiten, die relativ unproblematisch ist. Die Dritte ist dann ziemlich breit und ebenfalls knietief, Felix schaffte es, im Gegensatz zu mir, durchzufahren. Das sorgte für ziemlichen Jubel bei Veranstalter Matthias Mende, der sich den Spaß dort nicht entgehen lassen wollte. Ich holte mir n paar nasse Füße und war dann bis zur  vorletzten Verpflegung in Neuhermsdorf ziemlich im Arsch, dadurch konnten mich bestimmt fünf andere Fahrer überholen, was mich dann doch etwas ärgerte. Da kam die Cola an der Verpflegung gerade recht. Noch n Gel hinterher und der Motor kam langsam wieder auf Touren. Über den holprigen wahnsinnig anstrengend zu fahrenden Bahndamm ging es dann, nach anschließendem kurzen Anstieg, hinunter nach Rehefeld (sogar mit Anlieger :-)). Hier gab's noch n Gel und an der Verpflegung die nächste Cola. Die zündete dann richtig. Den anschließenden gewohnt schlammigen Anstieg konnte ich gut meistern und es kamen vor mir wieder  Konkurrenten in Sicht. Im folgenden welligen Terrain konnte ich dann nochmal Vollgas geben und es gelang mir noch drei Mitstreiter zu überholen und auch auf Distanz zu halten. Als ich dann als erster in den Zieldownhill ging wusste ich, dass mich keiner von denen mehr einholen würde und ich sicherte mir einen guten 10. Platz Ak. in der Tageswertung. In der Gesamtwertung wurde ich 19.

Es war ne harte Woche aber es hat echt Spaß gemacht. Auch mal zu sehen was alles dazugehört so eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen war ne interessante und gute Erfahrung.

Die nächste große Herausforderung wird die Salzkammergut Trophy (Strecke A :-))

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